Verfasst von: tobiasreisender | 3. Februar 2010

Auswirkungen des Tourismus auf die Natur, Kultur und das soziale Gefüge der Gastländer

Tourismus hat einen eindeutigen Einfluss auf die Gastländer, da Millionen von internationalen Touristen jedes Jahr rund um die Welt reisen. Dies macht die Tourismusindustrie zu einer der wichtigsten Industrien, die ungefähr 1/9 aller Arbeitsplätze weltweit stellt. (McMinn, 1997)
Während der Tourismus häufig als Quelle für ökonomisches Wachstum der Gastländer gesehen wird, können aber auch eine Reihe von negativen Effekten wie die Zerstörung des Ökosystems und der Verlust der nationalen Kultur festgestellt werden. (Lansing, 2006)

Dolnicar schrieb 2006, dass es zwei Paradigmen für grünen und nachhaltigen Tourismus gibt.
Ökotourismus ist beschränkt auf “Natur-basierenden” Tourismus nachhaltiger Tourismus ist eine auf Angebot basierende Sicht auf dieses Thema durch Industrie-Vorschriften und Bestimmungen Die grundlegende Annahme ist, dass nachhaltiger Tourismus die negativen Auswirkungen des Tourismus auf die Gastländer verringert, während er zusätzlich positive ökonomische Effekte für die Einwohner der “betroffenen” Gebiete hat. (Dinan, 2000)

Grüner und nachhaltiger Tourismus ist kein Ansatz der grundsätzlich gegen Wachstum gestellt ist, aber um die Tourismus-Destinationen vor der Zerstörung ihrer natürlicher Ressourcen zu schützen, gibt es Grenzen des verträglichen Wachstums die eingehalten werden müssen.
Das heißt, um einen nachhaltigen Tourismus zu installieren muss dafür gesorgt werden, dass Umwelt und Kultur des Reiselandes so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die alte und bis heute immer noch vorherrschende Form des Tourismus-Marketing, hat sich viel zu lange ausschließlich auf die massive Expansion der Besucherzahlen konzentriert und mit Hilfe eines möglichst günstigen Preises versucht potenzielle Kunden von ihrem Produkt zu überzeugen. Diese Unternehmensphilosophien und ihre negativen Auswirkungen können heute überall auf der Welt in den bekannten Urlaubsregionen gesehen werden. Küstenregionen wie zum Beispiel die Costa Brava in Spanien oder große Teile von Mallorca wurden so für immer zerstört. Bettenburgen wurden errichtet, der Küstenstreifen zugebaut und somit die natürliche Küste stark verändert.

Dass ein solches Handeln auch negative Auswirkungen auf die einzelnen Parteien die vom Tourismus abhängen haben ist klar ersichtlich. Wenn sich die einzelne Tourismuszentren in ihrem Erscheinungsbild zu sehr ähnlich sehen, verschwinden auch die Möglichkeiten mit USPs zu werben. Der Preis der Produkte verfällt zusehends und Urlauber wandern in noch relativ neue und damit relativ unberührte Destinationen ab.

Dies hat vor allem für die Urlaubsregionen negative Auswirkungen und steht gegensätzlich zu einem nachhaltigen Wirtschaften und nachhaltigem Erfolg, selbst wenn man kulturelle Aspekte sowie den Einfluss auf die Umwelt beiseite lässt.

Trotz dieser negativen Auswirkungen kann es als unbestritten angesehen werden, dass Tourismus eine gute Möglichkeit für Entwicklungsländer sein kann, ökonomische Nachteile gegenüber entwickelten Staaten zu verringern.


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